Deep Structure Art

 

Deep Structure Art; Burkhard Zimmermann; Tiefenstrukturen; digitale Bildbearbeitung
Deep Structure Art.  Tiefenstrukturen. Burkhard Zimmermann 2017

Anmerkungen zur  Deep Structure Art

Medizintechnische Diagnosebilder wie Röntgen-, Ultraschall-, CT- und MRT-Aufnahmen oder Durchlicht-Mikroskopie-Bilder eignen sich besonders für ästhetisch attraktive Deep Structure Art Werke.

Liebe Leserinnen, liebe Leser meines Blogs! Diesmal geht es wieder um ein spezielles Gebiet der digitalen Bildbearbeitung, um die Deep Structures, die Tiefenstrukturen einer Arbeitsvorlage. Ich erinnere an meine früheren Blogs Tauchgang in die Tiefen des WWW vom 07.03.2017; Formensprache digitaler Bilder vom 31.077 2016; Tiefenstrukturen digitaler Bilder vom 12.07.2016; XPressives aus der Tiefe vom 07.07.2016

Faktor Entstehungshistorie

Welche Faktoren aus der Entstehungsgeschichte einer digitalen Bildvorlage sind für das Gelingen von ästhetisch befriedigenden Abbildungen von Tiefenstrukturen zu beachten?

Bevor wir ein Bild in Richtung Deep Structure Art bzw. Kunst aus Tiefenstrukturen bearbeiten, sollten wir uns ein paar Überlegungen zur Herkunft des Bildes ansehen. Dazu vergegenwärtigen wir uns die Entstehungshistorie einer digitalen Vorlage. Es macht einen Unterschied, welche Prozesse dieses Bild, respektive die digitale Bilddatei, bereits durchlaufen hat. 

Digitale Bilddatei

Für ein digitales Foto aus einer Digitalkamera als Bearbeitungsvorlage sind relevant:

Die Konstruktion der Kamera mit ihrer gesamten Optik (Brennweite, …) und ihren aktuellen Einstellungen bei der Aufnahme (Blende, Verschlusszeit, Scharfstellung,…). Diese Faktoren bestimmen, wie die dreidimensionale sichtbare Außenwelt innerhalb der Kamera auf den zweidimensionalen Sensor abgebildet wird. Seine Konstruktion (CMOS,CCD), seine Größe (im Vollformat 24x36mm; bzw.1 bis 24 oder gar 30 MB), seine Pixelgestalt(Quadrat, Oktagon) und -anordnung und -dichte, das Herunterladen (Zeilen-, Flächenabtastung,…). Der Bildprozessor und der interne ROM-Arbeitsspeicher,  die Art der Speicherkarten, die Wahl der Formate RAW und/oder JPEG…: das sind weitere Einflussfaktoren auf die Bilddatei.

Alternative Wege zu Bildvorlagen

Auch ist es nicht egal, ob die Bilddatei als Still aus einem Video oder als Screenshot von einem Bildschirm oder als Download aus dem Internet oder einem externen Speichermedium (DVD,…) stammt.

Medizintechnische Diagnose-Visualisierungen

Ein Röntgenbild, ein Ultraschallbild, ein CT- oder MRT-Bild eignen sich besonders gut für Tauchgänge in die Tiefen der Pixelwelten, in die Deep Structures, und damit als Vorlagen für Deep Structure Art Werke.

Von einem normalen Foto unterscheiden sich diese medizinischen Diagnoseaufnahmen in einem wesentlichen Punkt: sie bilden nicht die Oberfläche ab, das wäre die Körperhaut,  sondern geben Tiefenstrukturen wider: sie durchleuchten den Körper, je nach Technologie unterschiedlich, und zeigen uns Organe, Knochen, Gefäße, Embryos,… mitsamt dem Umfeld des zu diagnostizierenden Organs.

Sie produzieren eine quasi dreidimensionale, durchsichtige Ansicht, die dann zweidimensional abgespeichert wird. Und zwar entweder herkömmlich, z.B. als analoges, durchscheinendes Röntgenbild, oder bei digital arbeitenden Geräten als digitale Datei, die der Patient z.B. als DVD mit nach Hause nehmen kann.

Mikroskopaufnahmen

Ähnliches gilt auch für Mikroskopaufnahmen, besonders für Durchlichtmikroskopie. Man denke z.B. an das Bild eines Wasserflohs mit seinem sichtbar schlagenden Herzen oder einer im Bernstein eingeschlossenen Mücke. Besonders spannend wären Aufnahmen im Nanobereich. Von Raster Elektronen Mikroskopen (REM), mit ihren spektakulären Ansichten von Molekül- und Atomoberflächen. Oder Fluoreszenz-Mikroskopen . Oder von STED-, RTM-, STM– und anderen High Tech Verfahren. Standen mir bisher aber leider nicht zur Verfügung…

Scannen

Eine weitere viel genutzte Möglichkeit, zu einer digitalen Bilddatei zu kommen, ist Scanning als Vorlage:

Das klassische analoge Röntgenbild auf Filmfolie, das der Arzt im Leuchtkasten betrachtet und dem Patienten im Kuvert mitgibt, muss zur digitalen Umwandlung erst einmal eingescannt werden. Ebenso wird mit Drucksachen und anderen zweidimensionalen Werken, alten Photos aus dem Familienalbum etc. verfahren. Dabei beeinflussen die Eigenschaften und Einstellungen des Scanners die Organisation und Qualität der Pixeldatei. Man sehe sich einmal die vielen Einstellmöglichkeiten eines Scanners an.Um nur das Format (JPG,BMP, PNG,TIF) und die Auflösung (stufenlos von 100 bis 1200 DPI) meines Scanners zu erwähnen.

Ab in den Computer

All das spielt eine Rolle, wie die bis zu 30 Millionen Pixel eines Bildes letztlich organisiert sind, wenn sie in den Computer übertragen werden und als Vorlage zur digitalen Bildbearbeitung bereit stehen sollen.

Nachdem eine Vorlage dem Computer über einen Eingabekanal (Kartenleser, USB Stick, Direktanschluss,…) offeriert ist, muss entschieden werden, mit welchem Format die Datei ins persönliche Bildarchiv abgespeichert werden soll: als TIFF-,RAW-,JPEG-,… Datei.

Auch davon hängt wieder ab, wie die Pixel in der Bilddatei angeordnet sind, wie dicht oder locker sie gepackt sind…

Auf zum Start

Die eigentliche Bildbearbeitung könnte jetzt starten. Dabei ist es jedoch wesentlich, ob der Abstieg in die Deep Structures sofort beginnt oder ob vorher noch andere Bearbeitungsschritte erfolgen sollen. Diese, z.B. Transformationen oder Filter, verändern natürlich die Pixelstruktur nicht nur an der sichtbaren Oberfläche, sondern je nach Eingriff auch bis weit in die Tiefenstrukturen hinunter.

Soweit für heute, liebe Leserinnen, liebe Leser, ein Beitrag zum Thema spezielle digitale Bildbearbeitung!

Tschüss bis zum nächsten Blog, vermutlich eine Fortsetzung der Internet-Kartographie.

Ihr Blogger Burkhard Zimmermann

Burkhard Zimmermann
Euer Blogger Burkhard Zimmermann

 

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